Jul 11
Da stehen sie nun vor der Tür – die Sommerferien. Viele zieht es bei der Hitze in die Berge und was liegt da näher, als sich eine Aktivität auszusuchen, die einen ins kühlende Nass bringt. Canyoning eignet sich hierfür auf idealste Weise, aber wie kommt man dazu. Immerhin wird einiges an spezieller Ausrüstung benötigt, mal ganz abgesehen von einigem technischen Know-How am Seil und im Wasser. Da man darüber in der Regel nicht verfügt, drängt es sich fast schon auf, sich einem Profi anzuschliessen.
Bei der Auswahl an verschiedenen Ausbildungen kann man leicht die Übersicht verlieren. Zudem bietet sich jeder als die Qualifikation schlechthin an. Als Gast kann man davon ausgehen, dass alle canyoningspezifischen "Profiausbildungen" etwa um die 14 Tage dauern. Am Bedenklichsten ist es in Frankreich, da dort die Canyoningausbildung in Form einer Zusatzqualifikation abläuft. D.h. dass man sich nach einer 5-tägigen Zusatzausbildung Canyonführer nennen darf.
Nur die CIC (Commission Internationale de Canyon, vormals CEC) bietet eine spezifische Ausbildungs- und Lehrzeit zum Canyonführer an, die über 40 Tage dauert (Stand 2006). Von den max. 30 Kandidaten, die sich jährlich dieser Ausbildung stellen, absolvieren etwa 20% diese mit Erfolg. Dabei gilt noch zu bedenken, dass dieser Titel nicht auf Lebenszeit vergeben wird, sondern nach zwei Jahren abläuft und nur durch den Besuch einer Fortbildung um weitere 2 Jahre verlängert werden kann.
Wenn man sich also seinen Führer wählt, sollte man sich nicht scheuen, folgende Fragen zu stellen:
- Kann dieser einen Führerausweis vorweisen
- Kann dieser eine Haftpflichtversicherung nachweisen
- Hält dieser ein vernünftiges Briefing ab (die Führer der CIC arbeiten mit einem bewährten Kartensystem)
- Ist die Ausrüstung in einem guten Zustand
- Trägt auch der Führer einen Helm
- Führt der Führer eine umfangreiche Erste-Hilfe-Ausrüstung mit
- Ab einer Gruppengrösse von 8/9 Gästen sollte ein zweiter Führer dabei sein
Seit etwa 11 Jahren bin ich in der Ausbildung professioneller Canyonführer der CEC/CIC tätig und kann sie nur einladen, sich den Führer mehr als genau anzusehen. Wenn einer oder gar mehrere der obigen Punkte nicht erfüllt werden, sollten man sich nicht scheuen, von der Tour zurück zu treten – der Sicherheit zuliebe. Wer sich im im Voraus nach einem Führer erkundigen möchte, kann dies gerne über die Webseite der CEC/CIC-Führer tun: www.cec-canyoning.org.
Ich wünsche einen erlebnisreichen und vor allem unfallfreien Sommer !
Jan 15
Nachdem ich das Kapitel Grundausrüstung abgeschlossen hatte ging es nun an den grössten Brocken: Canyontechnik. Schier unerschöpflich ist dieses Thema und im Vergleich zu ersten Buchauflage musste ich schon viele Seiten neu strukturieren, Themen entfernen und neue hinzufügen – denn hier hat sich besonders viel getan. Etwa 50 Seiten stark wird dieses Kapitel, es liegen also noch einige Seiten vor mir. Hier schon mal ein Blick auf zwei fertige Seiten (bei vielen anderen fehlen noch die Fotos, die erst im März gemacht werden.
Auf der rechten Seite musst ich schon meine Zeichenkünste unter Beweis stellen. Dazu nutzte ich die Software "Painter 7" mit einem Wacom Intuos 3 Grafiktablett.

Jan 15
In grossen Schritten geht es weiter Richtung Fertigstellung des Buches. 50 Seiten sind nun abgearbeitet und ich habe das Kapitel Grundausrüstung abgeschlossen. Darin werden alle möglichen Ausrüstungsteile vorgestellt, die man beim Canyoning grundsätzlich braucht. Darunter befinden sich z. B. Neoprenanzug, Sitzgurte, Helme, Canyoningseile und vieles mehr.

Dez 22
Vor einigen Jahren, genauer gesagt 1997, habe ich das erste deutschsprachige Lehrbuch für Canyoning geschrieben, welches im Bergverlag Rother erschienen ist. Da das Buch seit geraumer Zeit vergriffen war, ist es nun an der Zeit, die 2. überarbeitete Neuauflage anzugehen. Wie schon bei der ersten Auflage schreibe ich das Buch nicht nur, sondern habe auch die gesamte Produktion in meinen Händen. Viele Stunden InDesign und Photoshop liegen vor mir.
Die ersten Seiten sind bereits fertig, aber es liegen noch weit über 100 vor mir. Die Uhr tickt, denn bis Ende März müssen fast 200 Seiten Text und ca. 500 Bilder gelayoutet und korrigiert sein, damit das Buch im Juni in den Handel kommen kann. Dann geht es an die Übersetzungen für die französische und englische Variante. Auch eine spanische ist in Planung.
Hier schon mal ein Blick auf die ersten Seiten, die Lust auf mehr geben sollen.


Ich werde in diesem Blog so nach und nach die Entwicklung dokumentieren.
Aug 30
Im August 2005 drehte VOX für die Serie VOXTOURS ein Special über
Monaco/Côte d’Azur. Die Schauspielerin Alexandra Kamp moderierte die
Aufnahmen vor der atemberaubenden Kulisse Monacos, der Küste und dem
alpinen Hinterland. Als Canyoningprofi unterstütze ich das Filmteam bei
organisatorischen Belangen rund um das Canyoning und führte Alexandra
Kamp in einen aufregenden vertikalen Canyon. Unterstützt wurde ich
dabei noch von einigen französischen CEC-Führern, denn neben der
Schauspielerin mussten auch Redakteur, Redaktionsassistentin,
Kameramann und Tontechniker betreut werden.
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