Japan II

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Nun sind wir schon einige Zeit in Japan angekommen und konnten uns unser eigenes Bild machen – das nicht immer den vorher eingeholten Informationen entsprach. Es stimmte auf jeden Fall, dass man mit der englischen Sprache in Japan gleich hinter Tokyo nicht sonderlich weiter kommt (unter vorbehalt, da wir ja nicht ganz Japan kennengelernt haben). Da ist es schon praktisch, einen Führer zu haben. Vom Lesen will ich mal gar nicht sprechen. Das erscheint mir nahezu unmöglich, "auf die Schnelle" zu lernen. Ein paar Brocken japanisch erlernt man aber recht schnell – Richtungsangaben, das Zählen – beides ist auch mit "europäischer" Logik recht gut zu lernen. Wie die Einwohner aller anderen Länder freuen sich auch die Japaner, wenn man sich bemüht, wenigstens in den Ansätzen in ihrer Sprache zu kommunizieren, auch wenn der Rest dann doch in einem Gefuchtel der Hände und Füsse endet.

Japan - Naturaufnahme - MinakamiImmer wieder konnte man lesen, dass Japan so ein teures Land sei. Das mag für einige Zentren zutreffen – in Europa wird man in den meisten Großstädten ja auch abgezockt – man nimmt das Geld eben dort von den Leuten, wo es zu holen ist. Wir halten uns aber im Hinterland auf und da sind die Preise mehr als moderat. Wir komen hier also sehr günstig über die Runden ohne auf vieles verzichten zu  müssen. So kann man in einem günstigen Restaurant durchaus gut essen – und das für etwa 8 Euro pro Person (incl. drink as much as you can).

Besonders auffällig ist die extreme Freundlichkeit der Japaner. Jeder lächelt, grüsst, ist sehr hilfsbereit. Das schafft gleich eine sehr angenehme Atmosphäre. In der Form habe ich das bisher noch nicht erlebt. Es erscheint fast unmöglich, sich  mit einem Japaner zu streiten.

Einige Benimmregeln sollte man sich durchaus noch zu Herzen nehmen. So gibt man sich in Japan bei der Begrüssung nicht die Hand, ganz zu Schweigen von den Begrüssungsküsschen, die in manchen europäischen Ländern üblich sind. Man verneigt sich einfach nur respektvoll. Schuhe werden vor dem Betreten eines Raumes ausgezogen und so gedreht, dass man beim Gehen leicht wieder hineinsteigen kann. Schlürfen gehört beim Essen von Nudelsuppe zum normalen Verhalten, was einem Europäer eher als unhöflich auffällt. Aber daran gewöhnt man sich schon. Reisschalen nimmt man beim Essen in die Hand. Alle anderen Schüsselchen oder Teller können beim Essen auf dem Tisch stehen bleiben. Die Eßstäbchen sollten auf keinen Fall in den Reis gesteckt werden, da das ein Ritual bei einer Beerdigungsfeier ist. Die Stäbchen also mit der Spitze nach links zeigend auf dem Teller ablegen, wenn man fertig ist.
Uniformen sind in diesem Land allgegenwärtig. So fühlt sich jeder wichtig und nützlich. Man könnte schon jeden Taxifahrer für einen Polizisten halten.
Japan - RestaurantDas Schlafen auf den harten Matten ist etwas gewöhnungsbedürftig, geht aber nach einiger Zeit schon (besonders wenn man sich dann doch noch was zum Polstern organisiert ;-) .
Das Glück hat uns auch noch WIFI ins Haus gelegt und wir können wie gewohnt ins Internet gehen. Japan ist ja das Land der Gadgets. Überall Elektronik. Z. b. geben die Ampeln an den Baustellen in Sekunden die Dauer der roten Phase an. Uns überraschten aber auch beheizte Strassen. Vieles wirkt sehr verspielt, aber auch bis ins Detail durchdacht. Schon beeindruckend.

Soviel mal für heute aus dem Land der aufgehenden Sonne. Fortsetzung folgt …



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