Wie wählt man einen Canyonführer ?

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Da stehen sie nun vor der Tür – die Sommerferien. Viele zieht es bei der Hitze in die Berge und was liegt da näher, als sich eine Aktivität auszusuchen, die einen ins kühlende Nass bringt. Canyoning eignet sich hierfür auf idealste Weise, aber wie kommt man dazu. Immerhin wird einiges an spezieller Ausrüstung benötigt, mal ganz abgesehen von einigem technischen Know-How am Seil und im Wasser. Da man darüber in der Regel nicht verfügt, drängt es sich fast schon auf, sich einem Profi anzuschliessen.

Logo CICBei der Auswahl an verschiedenen Ausbildungen kann man leicht die Ãœbersicht verlieren. Zudem bietet sich jeder als die Qualifikation schlechthin an. Als Gast kann man davon ausgehen, dass alle canyoningspezifischen "Profiausbildungen" etwa um die 14 Tage dauern. Am Bedenklichsten ist es in Frankreich, da dort die Canyoningausbildung in Form einer Zusatzqualifikation abläuft. D.h. dass man sich nach einer 5-tägigen Zusatzausbildung Canyonführer nennen darf. 

Nur die CIC (Commission Internationale de Canyon, vormals CEC) bietet eine spezifische Ausbildungs- und Lehrzeit zum Canyonführer an, die über 40 Tage dauert (Stand 2006). Von den max. 30 Kandidaten, die sich jährlich dieser Ausbildung stellen, absolvieren etwa 20% diese mit Erfolg. Dabei gilt noch zu bedenken, dass dieser Titel nicht auf Lebenszeit vergeben wird, sondern nach zwei Jahren abläuft und nur durch den Besuch einer Fortbildung um weitere 2 Jahre verlängert werden kann.  

Wenn man sich also seinen Führer wählt, sollte man sich nicht scheuen, folgende Fragen zu stellen:

  • Kann dieser einen Führerausweis vorweisen
  • Kann dieser eine Haftpflichtversicherung nachweisen
  • Hält dieser ein vernünftiges Briefing ab (die Führer der CIC arbeiten mit einem bewährten Kartensystem)
  •  Ist die Ausrüstung in einem guten Zustand
  • Trägt auch der Führer einen Helm
  • Führt der Führer eine umfangreiche Erste-Hilfe-Ausrüstung mit
  • Ab einer Gruppengrösse von 8/9 Gästen sollte ein zweiter Führer dabei sein

Seit etwa 11 Jahren bin ich in der Ausbildung professioneller Canyonführer der CEC/CIC tätig und kann sie nur einladen, sich den Führer mehr als genau anzusehen. Wenn einer oder gar mehrere der obigen Punkte nicht erfüllt werden, sollten man sich nicht scheuen, von der Tour zurück zu treten – der Sicherheit zuliebe. Wer sich im im Voraus nach einem Führer erkundigen möchte, kann dies gerne über die Webseite der CEC/CIC-Führer tun: www.cec-canyoning.org.

Ich wünsche einen erlebnisreichen und vor allem unfallfreien Sommer ! 





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